Eine kleine Statistik

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Wir haben zuletzt getestet am 21.10.2017:

Hoegaarden Witbier

Eingestellt am: 16.03.2009 von Andre Linke

Das Überbleibsel der lieben Bier-Post wurde nun auch einer genaueren Betrachtung unterzogen - und zwar das

Hoegaarden Witbier aus Belgien.

Das Bier ist sicherlich dem einem oder anderen Bierkenner bekannt, ist es doch die Speerspitze der in Benelux sehr beliebten Witbiere. Belgien als Bierland zu bezeichnen wäre ja nun keine Übertreibung - als rigorosen Vertreter eines Reinheitsgebotes aber doch sehr (unseres Reinheitsgebotes im besonderen). Dem Bier werden während des Brauprozesses Koriander und Apfelsinenscheiben zugefügt. Meine Erachtens ein Unding und eigentlich ein Grund für: "Das trinke ich nicht!" Aber wie war das noch? Geschenkt ist geschenkt...

Die Flasche ist recht klein, kleiner noch als ein Stuppi. Es passen nur 0,3 Liter hinein, ein etwas ungewöhnliches Maß, aber das ist ja jeder Brauerei selbst überlassen, in welche Gefäße sie ihre Gebräue abfüllen. Ansehnlich darf man das süße kleine Fläschen aber nennen.

Eingeschenkt , angeschaut und Nase drüber gehalten: Warum denke ich gleich an Limonade? Vielleicht wegen den Orangenscheiben? Da kann ich nur den Kopf schütteln.  Aussehen gleicht ein wenig naturtrübem Apfelsaft, ist aber nicht so schlecht - in diesem Bereich habe ich schon schlimmeres gesehen. Schaum ist jetzt nicht so unbedingt die Stärke dieses Witbieres.

Frisch ans Werk und angetrunken: Der Vergleich mit der Limonade drängt sich wiederum auf, schwächt aber nach mehreren Schlücken ab. Der Geschmack ist gegenüber einem deutschen, speziell bayrischen Weißbier schmaler und weniger vollmundig. Es wirkt hier recht exotisch, daher ungewohnt. Witbier bedeutet sicherlich Weißbier, aber der selbe Name bewirkt noch nicht das selbe Ergebnis. Sogar der Vergleich fällt schwer, es bestehen große Unterschiede, nicht nur wegen den Fruchtscheiben in der Maische.

Fazit: Hey, was solls? Man kann es trinken und wenn man es jetzt am Strand in Belgien oder den Niederlanden konsumiert, wird das sicherlich auch Freude bringen. Man muss andere Maßstäbe ansetzen, als man das bei unseren Tests ansonsten tun würde. Dann gehts.

André