Eine kleine Statistik

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Wir haben zuletzt getestet am 21.10.2017:

Fürstenberg Weizen

Eingestellt am: 09.10.2009 von Andre Linke

Wie angekündigt soll an dieser Stelle in der Zukunft von den Weißbiererlebnissen aus dem Schwarzwald berichtet werden. Den Anfang macht

Fürstenberg Weizen Hefe Hell

von der Fürstlichen Fürstenbergischen Brauerei Donaueschingen. Fürstlicher Name, wahrlich. Deren Wahlspruch lautet, um das adelige Attribut auch bloß nicht außer acht zu lassen: "Feste Feiern, Fürstlich Trinken." Das hört sich sicherlich vielversprechend an. Aber was kann man nach 3 Jahren Testerfahrung noch auf Werbesprüche geben? Keine Brauerei wird in bescheidener Demut die real existierende Mittelmäßigkeit ihres Produktes anpreisen. Ehrlich währt hier nun mal nicht am längsten.

Genau, zum Produkt: Nette NRW-Flasche. DLG-Prämierung, etc. Sieht jetzt nicht so dolle aus, kann man mit leben, hajo. Hastig eingeschenkt - wir hatten schon insgesamt 9 Kilometer hinter uns - und kurz anvisiert. Aussehen ist schon mal nicht schlecht, durchaus typisch und nicht etwa abschreckend. Der Geruch - ja, der Geruch, war nicht mehr so richtig Vorfreude erweckend. Er versprach Bittere und so kam es dann auch.

Sicher, die Flasche im netten Gasthof zum Engel auf dem Hochberg war jetzt nicht unbedingt optimal gekühlt, dennoch kann man nicht glauben, der Geschmack hätte sich durch 5 kühlere Grade massiv verbessern können. Ein Freund hatte uns vorgewarnt und das Fürstenberg als böse Plörre verunglimpft. So schlimm ist es nicht, aber von "Gut" ist es schon ein Stück weit entfernt. Es ist zu bitter und zu wenig vollmundig, leicht wässrig gar. Gerade so gut genug für den Durst des Wanderers und eine zweite Flasche geht auch noch. Aber ich befürchte, dass es in unserem Test-Plenum durchfallen könnte. Von daher haben wir auch keine Kiste Fürstenberg aus dem Schwarzwald mitgebracht.

Allerdings haben wir 3 Tage später nach einer kürzeren Wanderung (okay, wesentlich kürzer ;-)) das Fürstenberg Weizen vom Faß serviert bekommen. Dann schmeckt es süffiger, milder, besser. Und das hätten wir doch gerne mitgebracht - aber ein ganzes Faß? Dann wäre die Bewertung für die Flasche ja wohl unfair geworden....

Ergo: Fürstenberg, der Bier-Dominator unserer Urlaubsregion, braut leider ein nur mittelmäßiges Weißbier, dass man jedoch frisch vom Faß gut trinken kann. Aus der Flasche werden wir zukünftig einen Bogen drum machen. Nur noch einmal...

André und Ferdi