Eine kleine Statistik

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Wir haben zuletzt getestet am 21.10.2017:

Indslev Bryggeri Svane Hvede

Eingestellt am: 20.10.2010 von Andre Linke

"Svanehvede er vores egen fortolkning af den klassiske, bayerske weissbier-tradition."

???

Die dänische Brauerei Indslev, die uns bereits vom letzten Mal bekannt ist, hat einige interessante Sorten im Angebot. Nicht nur versuchen sie sich an der Nachahmung belgisch-niederländischer Witbiere, sondern auch an bayerischer Weißbier-Tradition, wie sich an dem obigen Zitat erkennen lässt. Es steht gar Hefe-Weizen auf dem ansonsten streng dänisch gehaltenem Etikett. Junge, Junge, das ist eine Überraschung im Urlaub gewesen. Dänisches Hefe-Weißbier? Nichts wie ran! Und so wird es mit Blick auf einen Sonnenuntergang über der Ostsee zum Test gebracht.

Die Flasche ist recht einfach gehalten, aber meiner Meinung nach noch okay. Das reißt nicht vom Hocker, ist aber auch keinesfalls abschreckend. Der Preis allerdings ist eben genau dies. 5 Euro musste ich umgerechnet für eine Flasche im Supermarkt bezahlen, das lässt einen schon ganz schön schlucken. Aber für eine gute Exbierdition ist mir kein Opfer zu hoch. Oder bekomme ich das Geld aus der Kasse erstattet?

Im Glas sieht das Dan-Weizen irgendwie aus, wie so ein Weißbier ausschauen muss. Es ist vielleicht etwas hell, aber keinesfalls mit negativen Nuancen  wie es bei dem Witbier durchaus der Fall war. Kann man so lassen!

Und ja, das kann man auch trinken. Es ist sicher nicht der Ober-Burner, das Indslev Svane Hvede (Schwanen-Weiße oder Schwanen-Hefe?), aber immer noch besser als jedes Dosenbier. Warum dieser Vergleich? Das wird der werte Leser noch erfahren. Im Zuge der Testungen durch den WBZ und auch der verschiedenen Exbierditionen sind mir wahrlich bittere Überraschungen untergekommen als das dänische Hefe-Weizen. Leider muss man sagen, dass die Güte nicht bis zur Neige anhält. Zum letzten Schluck hin lässt das Weißbier aus dem Norden doch arg nach. Hier wäre mehr Stehvermögen angebracht gewesen.

Ist Dänemark nun das Land der Weißbierbrauer? Sicher nicht. Also kann das Fazit nicht allzu positiv ausfallen. Aber ein ganz kleiner Glückwunsch an die Indslev Bryggeri ist doch angebracht, da man mit einer solchen Überraschung bei einem Urlaub in Dänemark wahrhaftig nicht rechnen konnte.