Eine kleine Statistik

Besucher: 249992
Getestete Weissbiere: 314
Brauereien: 216

Wir haben zuletzt getestet am 21.10.2017:

Kühler Krug Karlsruhe

Eingestellt am: 18.05.2011 von Andre Linke

Im Zuge einer Fahrt durch (fast) ganz Rheinland-Pfalz aufgrund der Verpaarung zweier Hunde zu Zwecken der Zucht sind wir bei der Besorgung kühler Getränke im REWE von Rheinzabern auf eine besondere Kühlschrankapparatur gestoßen. Darin befanden sich zahlreiche Plopp-Flaschen der Brauerei Kühler Krug in Karlsruhe im ungewöhnlichen Format 0,75 Liter. Da es hier auch ein Weißbier gab, wurde ich gleich sehr neugierig und habe es mal mitgenommen.

Wie bereits gesagt, ist die Flasche recht groß und beim Einschenken gar ein wenig hinderlich, hält den Durstigen aber nicht ab. Da meine Ehegattin meine Neugier auf Weißbier zuweilen teilt, haben wir uns die anderthalb Liter im Mann-Frau-Verhältnis aufgeteilt (ca 0,3 l für sie - den Rest für mich...). Gleich nach dem Öffnen wundert man sich immens. Was riecht denn hier so? Das ist aber unangenehm. Ist der Bauer wieder übers Feld gefahren und hat stinkige Ladung verteilt? Das Weizenbier kann es ja nicht sein.

Oder etwa doch?

Leider ist es so. Das Odeur des Kühlen Kruges ist gar fürchterlich und hält beinahe vom ersten Schluck ab. Ich schwöre, dass mir ein solcher Geruch bei einem noch verzehrbaren Lebensmittel niemals zuvor unter die Nase gekommen ist. Das war schwerer Tobak, den es erst einmal zu überwinden galt. Meine Ehefrau verzog mächtig das Gesicht und konnte sich kaum zu einem ersten Schluck antreiben, erst Anspornungen meinerseits verhalfen ihr zum Genuss. Ansonsten machte das Weißbier aus Karlsruhe keine so schlechte Figur, vielleicht kam es etwas zu hell daher.

Ach, sagte ich Genuss? Das war wohl gelogen. Jedenfalls sah dies die Dame des Hauses so und schüttete das Bier gnadenlos in die Wiese, wo es gerade einmal noch zum Düngen taugte. Ich selbst war auch nicht besonders angetan, hielt mich aber mit dem Verschwenden zurück. Tatsächlich leerte ich den Kühlen Krug bis zur (na gut, etwas größeren) Neige. Aber ein Gewinn entstand mir darauf nicht. Neben bem unglaublichen Geruch, den der Geschmack nun wahrlich nicht in einem positiven Sinn zu verbessern mochte, kam es zu weiteren störenden Noten. Der Nachgeschmack war wässrig und der Muff geradezu allgegenwärtig. Ich befürchte, der Krug war bereits zerbrochen, bevor er mich erreichte. Das war nicht gut und das folgende Franziskaner eine wahre Labsal.

Fazit: Große Flasche.