Eine kleine Statistik

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Getestete Weissbiere: 314
Brauereien: 216

Wir haben zuletzt getestet am 21.10.2017:

Das Weissbier: Zötler Hefeweizen

Typ:

Hell

So haben wir getestet:

Flasche: 5,5,5,5,5,5,5

Farbe & Geruch: 6,6,5,7,7,6,6

Geschmack: 6,6,5,7,7,7,6

Nachgeschmack: 5,6,6,5,5,5,5

Und so kam es zu der Gesamtnote von:

5.9030

Unser Fazit:

Ein standardmässiges Weißbier ohne Höhen und Tiefen im Geschmack, in der Farbe hell und trüb, mit starker Hefung und ohne ausgeprägten Abgang.

Die Brauerei: Zötler

Beschreibung: (Quelle: www.zoetler.de)

Familien Braukunst seit 1447

Die Privat-Brauerei Zötler kann heute auf eine über 555-jährige Geschichte zurückblicken.
Geschichte, die sich vom ersten Tage an durch eines ganz besonders ausgezeichnet hat: Immer war die Brauerei ein privat geführtes Familien-Unternehmen, hinter dem Menschen mit ihrem guten Ruf und ihrem guten Namen standen.
Und wenn man die Geschichte der einzelnen Bräu-Generationen nachliest, fällt auf, dass...
...die Bräu-Familien immer auch Verantwortung für den Ort Rettenberg und seine Bürger, aber auch für die umliegende Region übernommen haben. Davon zeugen die zahlreichen Ämter und Funktionen, die den jeweiligen Inhabern übertragen worden sind
...die Bräus und ihre Familien immer mit beiden Beinen auf dem Boden standen und ihr Handwerk zur besten Zufriedenheit der Gäste und Kunden ausgeübt haben
...es oft die Frauen bzw. Witwen waren, die mit viel Geschick und Gespür für das Machbare - aber auch mit viel Weitblick - den Gasthof mit Brauerei und Landwirtschaft nach dem Tod ihrer Männer solange fortführten, bis eines der Kinder erfahren genug war, um die Geschäfte weiter zu führen
...es vor allem drei Prädikate gab und gibt, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der 20 Bräu-Generationen in ihrem Verhalten gegenüber Kunden und Mitarbeiter ziehen:
Aufmerksamkeit schenken, Wertschätzung entgegenbringen und Freundschaften pflegen

Die Privat-Brauerei-Zötler ist das älteste Familienunternehmen Deutschlands! In der Juni-Ausgabe (2004) des Wirtschafts-Magazins "EURO" wird nachstehende Ranking-Liste der ältesten Familien-Unternehmen der Welt aufgeführt:
Daraus kann man entnehmen, dass die Privat-Brauerei Zötler weltweit an Nummer 10 der noch existierenden Familien-Unternehmen steht.
Das Wissen um diese schier unglaubliche Tradition verdankt die innovative Familien-Brauerei nicht zuletzt ihrem Dorfpfarrer Manfred Gohl. Dazu muss man wissen, dass die gesamten historischen Aufzeichnungen beim letzten großen Brand der Brauerei im Jahr 1917 komplett zerstört worden sind.
Der rührige Dorfpfarrer hat es sich seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, die Geschichte Rettenbergs und damit auch die Geschichte der Brauerei Zötler aus den noch lückenlos vorhandenen Aufzeichnungen der Pfarrbücher akribisch nach zu zeichnen.
Erst so erfuhr die Brauerei vor etwa einem Jahrzehnt von ihrem Gründerdatum im Jahr 1447. 

Historie

Anno 1351: Das Ende der "Herren von Rettenberg" ist gekommen. Nach dem Erlöschen des Mannesstammes (Elsbeth, die letzte Tochter des verstorbenen Heinrich III. von Rettenberg, heiratet den Tiroler Ritter Jörg von Starkenberg) erwirbt das Hochstift von Augsburg von Elsbeth das gesamte Anwesen einschließlich der Burg im heutigen Vorderburg (Gemeinde Rettenberg).
Damit hat das Hochstift Augsburg zum ersten Mal im Oberallgäu Fuß gefasst - und sicher spielte die Überlegung "Soll man die Getränkesteuern ins ‚Ausland' (also nach Kempten) zahlen oder besser selbst behalten?" eine gravierende Rolle für die Gründung der Brauerei in Rettenberg!
Am 25. Januar 1447 schloß Conrat Bach als erster Bräu von Rettenberg einen Kaufvertrag mit dem Hochstift Augsburg über die ‚Gründung einer Wirtschaft (Taferne) mit Braustatt'. Das Tafern-Recht bestand unter anderem darin, dass die Untertanen in keiner anderen als eben in ihres Herrn "Taferne" Verlöbnisse, Hochzeiten, Tauf- und Totenmähler halten durften.
Über 200 Jahre führten sechs Generationen der Familie Bach den Gasthof mit Bräustatt.
In die Anfänge des 16. Jahrhunderts fiel auch die große Bauernrebellion in Rettenberg (1605 - 07). Die Gastwirtschaft bekommt zum ersten Mal einen Namen und heißt fortan "Beim Straub", weil die Wirtsleute während der Rebellion der Bauern Partei für den Landammann Alexander Straub ergriffen hatten.
Wenig später (1628 - 1635) kam die Pest nach Rettenberg und vernichtete fast das gesamte Dorf. Kaum waren die Schrecknisse dieser furchtbaren Seuche vorüber, begann der 30-jährige Krieg gegen die Schweden. Wie durch ein Wunder überlebte die damalige Brauerei- und Wirtshausbesitzerin Anna Bach Pest und Kriegswirren.Danach kehrten allerdings relativ ruhige Zeiten für die nachfolgenden Bräu-Generationen ein.
Ab 1806 wird das Allgäu "bayerisch", das heißt, die 450-jährige kirchliche Herrschaft durch Augsburg wird vom Königreich Bayern abgelöst.
In diese Zeit fallen die Napoleonischen Kriege mit vielen Einquartierungen und endlosen Abgaben an die kriegsführende Obrigkeit. Auch in der Rettenberger Wirtschaft machten sich die Kommandanten der durchziehenden Heere zum Ärger der Wirtsleute breit. Wahrscheinlich wurde der erste große Brand im Jahr 1806 durch einquartierte Soldaten ausgelöst. Wirtschaft und Brauerei brannten restlos ab! Nach Napoleons Verbannung wächst überall der Ruhm von Preußen auf Europas Schlachtfeldern und mit ihm das Nationalbewusstsein. Nicht der bayerische Löwe, sondern Preußens ADLER ziert fortan den Eingang des "Oberen Wirtes"
1819 heißt es deshalb erstmals in der kirchlichen Chronik: "Anna Maria Jörg, Adler-Wirthin zu Rettenberg". Das Schicksal meinte es aber wiederum nicht lange gut mit der kleinen Brauerei:
Ende 1877 brannte die Wirtschaft ein zweites Mal komplett nieder.
Mit unermüdlicher Tatkraft und Energie machte sich die damalige Bräu-Familie Josef Müller an den Wiederaufbau der Gastwirtschaft. Doch kaum zwei Jahre später war es wieder der frühe Tod des Besitzers, der die Zukunft der Brauerei in Frage zu stellen drohte. 1879 stirbt Josef Müller mit 51 Jahren. Über ihn steht in einem Nachruf: "Er war ein überaus freigebiger Wohltäter der Pfarrei, oft zu seinem Nachteil"
Kaum einen Monat nach seinem Tod kauft die Witwe Maria Theresia Müller vorausschauend die heutigen Grundstücke außerhalb des Dorfes, auf der die Brauerei in den Folgemonaten neu aufgebaut wurde. Die Wirtschaft im Dorf wurde wieder an alter Stelle aufgebaut.
1894 übergab Theresia Müller an ihren Sohn Andreas und dessen Braut Therese. Im gleichen Jahr wurde dem jungen Paar auch der Post- und Telegrafendienst übertragen. Im Gasthof "Adler-Bräu" stand somit für viele Jahre das erste und einzige Telefon der Gemeinde.
Andreas Müller übernahm das Erbe seiner Eltern im Bewusstsein, die Tradition des Familienbesitzes aufrechtzuerhalten und weiter zu entwickeln.Im Allgäu wurde um die Jahrhundertwende nahezu ausschließlich dunkles Bier getrunken. Und so braute auch Andreas Müller den dunklen Gerstensaft mit viel Liebe nach einem Rezept, das uns bis zum heutigen Tag erhalten geblieben ist.
Zwei Jahrzehnte später schlug das Schicksal erneut zu:
Im Winter 1917 brannte die Brauerei bei minus 20 Grad zum dritten Mal komplett ab. Das Löschwasser gefror in den Schläuchen "Das ausgebrannte Gebäude stand da wie ein großer Eisgalgen!" Erst im April 1920 konnte der Sudbetrieb wieder aufgenommen werden. Im November 1919 heiratete Herbert Zötler aus Altstädten die einzige Tochter der Bräufamilie Müller, namens Maria Hedwig.
Der junge Zötler kam aus einer alteingesessenen Brauerfamilie aus Altstädten, und brachte frisch erworbenes Fachwissen mit in die Ehe (Ausbildung in der Meckatzer Löwenbräu und bei der Brauerei Härle in Leutkirch).
Aber das junge Glück währte nicht lange: Nach nur achtmonatiger Ehe verstarb seine Frau Hedwig im Kindsbett.
Im August 1920 gründeten Andreas Müller und Herbert Zötler eine Gesellschaft zum gemeinsamen Betrieb der Brauerei, des Brauerei-Gasthofs und der Landwirtschaft.
Wiederum zwei Jahre später heiratet Herbert Zötler seine zweite Frau, Maria Groß aus Schwäbisch Gmünd. 1924 wurde dann der Stammhalter, Herbert Zötler II. und 1926 die Tochter Hedwig geboren. Letztere führt heute das Romantik-Hotel Sonne in Bad Hindelang zusammen mit der Familie ihres Sohnes.
Dem Bräu Herbert Zötler war es leider nur 15 Jahre möglich, seine Kraft dem Aufbau der Brauerei zur Verfügung zu stellen: am 2.5.1935 verstarb Herbert Zötler viel zu früh an einer Lungenentzündung.
Wie schon so oft in der Geschichte der Brauerei, entschieden wieder die Frauen über das Schicksal und die Zukunft des Familienbesitzes.
Die beiden Witwen Theresia Müller (re) und Maria Zötler (li) führten gemeinsam die Brauerei fort und wie durch ein Wunder ist es Maria Zötler nach dem Tod von Theresia Müller (1939) gelungen, mit tatkräftigen Mitarbeitern die Brauerei über die Kriegswirren zu erhalten.
Nach dem Studium in Weihenstephan übernahm Sohn Herbert 1949 als frisch gebackener Diplom-Braumeister im Alter von 25 Jahren die Geschicke der Brauerei.
Im April 1950 heiratete er Ida Schuler aus Deisslingen im Schwarzwald und das Wachstum der Brauerei Zötler konnte beginnen.
Waren es bei der Übernahme am Ende des II. Weltkrieges noch ganze 2.500 hl Ausstoß, konnten Anfang der 80er Jahre bereits stolze 75.000 hl in den Ausstoßstatistiken vermerkt werden.
Seit 1984 war dann die 20. Bräu-Generation an der Reihe: Herbert Zötler (III.) heiratet seine Frau Barbara und tritt im gleichen Jahr i, Alter von 32 Jahren in die Fußstapfen seiner Vorfahren als Bräu von Rettenberg. Im Jahr 2004 stellte der Seniorchef, Herbert Zötler II. einen neuen Rekord ein: Ganze 55 Jahre stand er der Familien-Brauerei als Seniorchef vor!

Hefeweizen Hell


Die Rezeptur für dieses außergewöhnliche Hefeweizen bleibt Geheimnis der Familie Zötler und ihrer Braumeister.
Kenner erahnen beim Genuß dieses Weißbieres die Besonderheiten, wie natürliche und gleichmäßige Trübung oder die feinen Geruchsaromen. Selbst gezüchtete obergärige Bierhefe lassen die für ein Hefeweizen besondere Geruchs-Reinheit entstehen.
Warum das vollmundige Geschmackserlebnis des Zötler Hefeweizens „fast süchtig“ macht – das müssen Sie einfach selbst herausfinden.
Stammwürzegehalt: 12,8%,
Alkohol: 5,2%


Hefeweizen Dunkel

Wie bei allen unseren Weizenbieren bleibt die Rezeptur für dieses außergewöhnliche Hefeweizen das Geheimnis der Familie Zötler.
Kenner erahnen beim Genuß dieses Weißbieres die Besonderheiten, wie natürliche und gleichmäßige Trübung oder die feinen Geruchsaromen. Selbst gezüchtete obergärige Bierhefe lassen die für ein Hefeweizen besondere Geruchs-Reinheit entstehen.
Warum das vollmundige Geschmackserlebnis des Zötler Hefeweizens „fast süchtig“ macht – das müssen Sie einfach selbst herausfinden.Das Weizenbier für Liebhaber dunkler Bierspezialitäten!
Stammwürzegehalt: 12,8%,
Alkohol: 5,1%

Link: www.zoetler.de